(1)
Die Länder haben das Recht der Gesetzgebung, soweit dieses Grundgesetz nicht dem Bunde Gesetzgebungsbefugnisse verleiht.
(2)
Die Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen Bund und Ländern bemißt sich nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes über die ausschließliche und die konkurrierende Gesetzgebung.
Prüfungsschema: Ausschließliche Gesetzgebungskompetenz (Art. 71 GG)
- Grundsatz der Länderzuständigkeit (Art. 30 GG; Art. 70 Abs. 1 Hs. 1 GG)
- Ausnahme: Vorliegen eines ausschließlichen Kompetenztitels des Bundes
- geschriebene Kompetenztitel in Art. 73 Abs. 1 GG
- geschriebene Kompetenztitel außerhalb von Art. 73 Abs. 1 GG
- ungeschriebene Kompetenztitel
- Rechtsfolge der ausschließlichen Gesetzgebung (Art. 71 GG)
- Sperrwirkung gegenüber Landesgesetzen (Art. 71 Hs. 1 GG)
- Ausnahme: Ermächtigung durch Bundesgesetz (Art. 71 Hs. 2 GG)
Prüfungsschema: Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes
- Formelle Verfassungsmäßigkeit (Art. 70-82 GG)
- Gesetzgebungskompetenz (Art. 70-74 GG)
- Grundsatz der Länderzuständigkeit (Art. 30 GG; Art. 70 Abs. 1 Hs. 1 GG)
- Ausnahme der Gesetzgebungskompetenz der Länder (Art. 70 Abs. 1 Hs. 2 GG)
- Gesetzgebungsverfahren (Art. 76-82 GG)
- Einleitungsverfahren (Art. 76 GG)
- Hauptverfahren (Art. 77-78 GG)
- Abschlussverfahren (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG; Art. 58 S. 1 GG)
- ggf. verfassungsrechtliche Formvorschriften
- Gesetzgebungskompetenz (Art. 70-74 GG)
- Materielle Verfassungsmäßigkeit
Prüfungsschema: geschriebene Gesetzgebungskompetenzen des Bundes (Art. 70ff. GG)
- Herausarbeitung des Prüfungsgegenstands
- Aufspaltung von unverzahnten Regelungen
- Verbindung von verzahnten Regelungen
- Zuordnung des Prüfungsgegenstands zu einem Kompetenztitel
- Auslegung des gewählten Kompetenztitels
- Subsumtion des Prüfungsgegenstands unter den Kompetenztitel
- Prüfung der Voraussetzungen des Kompetenztyps
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