Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Prüfungsschema: Verleumdung (§ 187 StGB)
- Objektiver Tatbestand
- Behauptung oder Verbreitung einer Tatsache gegenüber Dritten
- Unwahrheit der Tatsache
- Drittbezug
- Tatsache ist ehrenrührig oder kreditgefährdend
- Passive Beleidigungsfähigkeit
- Subjektiver Tatbestand
- Vorsatz in Form von dolus eventualis
- Sicheres Wissen hinsichtlich der Unwahrheit
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