(1)
Wer einem anderen, der eine rechtswidrige Tat begangen hat, in der Absicht Hilfe leistet, ihm die Vorteile der Tat zu sichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2)
Die Strafe darf nicht schwerer sein als die für die Vortat angedrohte Strafe.
(3)
Wegen Begünstigung wird nicht bestraft, wer wegen Beteiligung an der Vortat strafbar ist. Dies gilt nicht für denjenigen, der einen an der Vortat Unbeteiligten zur Begünstigung anstiftet.
(4)
Die Begünstigung wird nur auf Antrag, mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgt, wenn der Begünstiger als Täter oder Teilnehmer der Vortat nur auf Antrag, mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgt werden könnte. § 248a gilt sinngemäß.
Prüfungsschema: Begünstigung § 257 StGB
- Objektiver Tatbestand
- Rechtswidrige Vortat eines anderen
- Hilfeleistung bei der Sicherung eines durch die Vortat erlangten, noch vorhandenen Vorteils
- Subjektiver Tatbestand
- Vorsatz
- Vorteilssicherungsabsicht
- Rechtswidrigkeit
- Schuld
- Strafausschluss gemäß § 257 Abs. 3 StGB
- Strafausschluss analog § 258 Abs. 6 StGB (str.)
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