(1)
Wer einen Menschen einsperrt oder auf andere Weise der Freiheit beraubt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2)
Der Versuch ist strafbar.
(3)
Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter
1.
das Opfer länger als eine Woche der Freiheit beraubt oder
2.
durch die Tat oder eine während der Tat begangene Handlung eine schwere Gesundheitsschädigung des Opfers verursacht.
(4)
Verursacht der Täter durch die Tat oder eine während der Tat begangene Handlung den Tod des Opfers, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.
(5)
In minder schweren Fällen des Absatzes 3 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
Prüfungsschema: Freiheitsberaubung (§ 239 StGB)
- Tatbestandsmäßigkeit
- Objektiver Tatbestand (§ 239 Abs. 1 StGB)
- Tatobjekt: Mensch
- Tathandlung: durch Einsperren (Var. 1) oder auf andere Weise der Freiheit beraubt (Var. 2)
- Subjektiver Tatbestand: Vorsatz
- Objektiver Tatbestand (§ 239 Abs. 1 StGB)
- (Erfolgs-)Qualifikation (§ 239 Abs. 3 Nr. 1, 2, Abs. 4 StGB i.V.m. § 18 StGB)
- Rechtswidrigkeit
- Schuld
- Strafzumessung, § 239 Abs. 5 StGB (minder schwerer Fall)
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