(1)
Verletzt dieselbe Handlung mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrmals, so wird nur auf eine Strafe erkannt.
(2)
Sind mehrere Strafgesetze verletzt, so wird die Strafe nach dem Gesetz bestimmt, das die schwerste Strafe androht. Sie darf nicht milder sein, als die anderen anwendbaren Gesetze es zulassen.
(3)
Geldstrafe kann das Gericht unter den Voraussetzungen des § 41 neben Freiheitsstrafe gesondert verhängen.
(4)
Auf Nebenstrafen, Nebenfolgen und Maßnahmen (§ 11 Absatz 1 Nummer 8) muss oder kann erkannt werden, wenn eines der anwendbaren Gesetze dies vorschreibt oder zulässt.
Prüfungsschema: Konkurrenzen (§§ 52, 53 StGB)
- Liegt Handlungseinheit oder Handlungsmehrheit vor?
- Liegt Gesetzeskonkurrenz vor?
- Gesetzeskonkurrenz bei Tateinheit
- Gesetzeskonkurrenz bei Tatmehrheit
- Wie stehen die verbliebenen Tatbestände zueinander?
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